Die Polyvagal Theorie in der Praxis 1

 

14. - 17. Februar 2019 in München

 

Prof. Dr. Stephen W. Porges erforscht an der Universität Illinois seit über vier Jahrzehnten das Thema neuronale Regulation des autonomen Nervensystems und dessen Zusammenhang mit menschlichem Verhalten. In dieser Zeit hat sich für ihn immer mehr die Annahme bestätigt, dass die Anpassung des Vegetativums differenzierter sein muss, als bisher angenommen. Der Erklärungsansatz, dass nur Sympathikus und Parasympathikus antagonistisch regulieren, deckt nicht alle Reaktionen ab, die Stephen Porges während zahlreicher Untersuchungen an Patienten beobachtet. Er kommt zu dem Schluss, dass es sich nicht um ein zwei- sondern ein dreiteiliges, hierarchisches System handeln muss. 

Porges unterteilt den Nervus Vagus, den größten parasympatischen Anteil, in zwei verschiedene Bereiche: Einen ventralen Vagus und einen dorsalen Vagus mit unterschiedlichen Hirnnervenkernen und Funktionen. 

Als entwicklungsgeschichtlich jüngster Anteil des autonomen Nervensystems ermöglicht uns der ventrale Vagus die soziale Kontaktaktaufnahme. Dies geschieht durch Aktivierung und Deaktivierung der Erregung, ohne Mobilisierung des Sympathikus. Kann der ventrale Vagus nicht zum Deaktivieren eingesetzt werden, kommt es zu unangemessenen Reaktionen. Sowohl Reize von außen, als auch Rückmeldungen aus dem inneren Erleben, werden fehlinterpretiert. Nur wenn alle drei Anteile zusammenarbeiten, können Menschen situativ angemessen handeln und erleben ein sicheres inneres Wohlgefühl.

 

Porges Polyvagal-Theorie begegnete mir erstmals im Jahr 2000 während meiner Ausbildung zum Somatic Experiencing Practitioner® mit Peter Levine. Durch meine langjährige Erfahrung mit diesen Erkenntnissen formte sich mit der Zeit meine eigene Herangehensweise, in der ich durch die Behandlung des Autonomen Nervensystems die Regulation unterstütze.

In diesem Kurs werde ich sowohl den theoretischen Hintergrund, als auch die Be-Handlung des Polyvagalen Systems vermitteln.

 

Do 16.00-20.30, Fr & Sa 9:45-18.30 mit 2h Mittagspause, So 9:45 -14:00

Kursort: Craniosacral Seminar München, Grimmstraße 1, 80336 München  

Kursgebühr: 375 €

 

Weitere Informationen und Anmeldung: unter www.heilkraft-der-stille.de

oder telefonisch unter 089-54785674 

 

Jacqueline Schneider, geboren1966

Ergotherapeutin, Heilpraktikerin,

Ausbildung &10 Jahre Assistenz in Somatic Experiencing© (SE-Traumaheilung nach Peter Levine) 

Arbeitet seit1995 in ihrer Praxis mit Craniosacraler Therapie und unterrichtet seit dem Jahr 2000 Craniosacrale Therapie & Viszerale Behandlung. Sie hat ihr eigenes Konzept der Kinderbehandlung, die Verbindung von Cranio & SE,  sowie Cranio & der Polyvagal-Theorie entwickelt.

 

Auskunft zu inhaltlichen Fragen:

Tel.: 0 64 32 - 91 12 42 mit Anrufbeantworter

schneider.cranio@gmail.com

jacquelineschneider.de